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NSU Gespann - Homepage von Josef Scholz
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NSU 251 OSL
Baujahr 1949

Hier siehst Du mich und meine liebsten Spielzeuge

Als Liebhaber von Oldtimern erfüllte ich mir einen lang gehegten Wunsch.

Im Februar 2008 kaufte ich mir dieses Gespann, eine 60 Jahre alte NSU OSL 251 .
Ein Viertakter, gebaut 1949 in Neckarsulm, also genauso alt wie unsere Bundesrepublik.
Ausgeliefert wurde sie mit Beiwagen, ein Steib LS 200, 1948 in Nürnberg hergestellt.

Die Typenbezeichnung OSL steht für "Obenliegende Steuerung, Luxus".
Ob mit Luxus die ungefederte, starre Hinterachse und der Schwingsattel gemeint ist,
auf dem der Popo beim kleinstem Schlagloch keinen Sitzkontakt mehr hat, weiß ich nicht.

Die satten 10,5 PS sollen das Fahrzeug laut Hersteller auf etwa 100km/h beschleunigen.
Das gilt wohl nur für ein Solofahrzeug, mit Beiwagen ist dieses Gespann eher behäbig.

Zuletzt stand das Fahrzeug , das beim Kauf erst 10.349 km auf dem Buckel hatte, im

Motorrad-Museum Lippstadt,
Auf dem Knappe 1,
59557 Lippstadt-Overhagen

Dieses Museum wurde geschlossen und die Motorräder am 17. Nov. 2007 versteigert.

Seitdem habe ich mir viel Zeit genommen,
das Motorrad zu restaurieren.

Alles zerlegen, reinigen, überholen.
Besonders wichtig war dabei der Erhalt der Originalteile.

Da das Gespann jahrzehnte lang im Museum stand und
es nicht mehr zum Fahren vorgesehen war,
fand ich selbst wichtige Schraubverbindungen,
die nur handfest waren.


Danach war die TÜV-Abnahme ohne Beanstandungen kein Problem

Besonders gewöhnungsbedürftig ist der Beiwagen auf der linken Seite der Maschine
und die gegenüber heutigen Fahrzeugen seitenverkehrte Anordnung des Brems- und Schaltungshebels.
Die Bremsen können auch nicht mit denen heutiger Fahrzeuge verglichen werden, eine Vollbremsung ist damit nicht möglich.
Deshalb wohl auch die Formulierung im NSU Prospekt von 1938.
"Komfortables Fahren dank weicher Vorderradbremse"

Also ist vorrausschauendes Fahren angesagt und die Arme müssen zur Richtungsanzeige herhalten.
Blinker und Bremslicht waren damals kein Standard.
Aus Sicherheitsgründen habe ich allerdings Bremslichter in den original Schlußleuchten nachgerüstet,
beim heutigem dichtem Straßenverkehr ist das auch angebracht.

Das Bremslicht und die Positionsleuchte des Beiwagens sind die  einzigsten Fremdteile,
ansonsten ist das Fahrzeug noch im Originalzustand.

Ganz dicht ist so ein Oldtimer auch nicht, nach längerem stehen sieht man schon mal Ölflecken auf der Straße.
Damals gab es halt noch keine dichten Simmerringe, abgedichtet sind die Wellen mit Filz und Stopfbuchsen,
die Kupplung ist mit Kork belegt.

Was soll es, ein Oldtimer tropft nicht, er markiert lediglich sein Revier.

Als begeisterter Gespannfahrer mit über 115.000 km Erfahrung mußte ich das fahren auf dieser NSU erneut lernen,
der Beiwagen ist auf der linken Seite, also ein Rechtslenker.

Das Kurvenverhalten ist deshalb ganz anders als ich es bisher  von meinem ETZ 250 Gespann gewohnt war.
Schalten mit rechts und bremsen mit dem linkem Fuß wie es bei vielen Vor- und Nachkriegs-Motorrädern üblich war,
erfordern ebenfalls sehr viel Übung.

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